Veloclub Schötz
17.08.2005

Rennbericht 13. Austragung 24 Stundenrennen 2005

2 neue Weltrekorde durch Simone Grosswiler und Christian von Ascheberg !

2 Weltrekorde und spannenden Rennsport während 24 Stunden
Punkt 16.00 Uhr viel für die 262 Fahrer/innen der Startschuss für die 13. Auflage des 24 Stundenrennens. Von Anfang weg wurde ein horendes Tempo vorgelegt. Vor allem die Mannschaften waren für diesen schnellen Start verantwortlich. Dies führte dazu, dass sich das Feld bereits nach kurzer Zeit in kleinere Gruppen aufgeteilt hatte. Der Lokalmatador Erwin Dokter aus Schötz wurde zum Pechvogel des Wochenendes. Er hatte sich sehr gut für das Rennen vorbereitet und strebte einen Spitzenplatz bei den Einzelfahrern an. Bereits nach 1 Stunde stürzte Erwin in Gettnau sehr unglücklich und musste das Rennen aufgeben. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung.

Österreichischer Sieg bei den Mannschaften
Schon nach 3 Stunden erfolgte in der Kategorie Mannschaften der erste Angriff. Die 3 Teams von Fribat, VC Sursee und Müller 2-Rad Emmen setzten sich vom Spitzenfeld ab. Es war natürlich sehr erfreulich, dass sich mit dem Team Fribat (Daniel Petermann, Willi Rölli, Peter Meier) gleich 3 Rennfahrer aus der Region optimal in Szene setzten. Das österreichische Team VAV Versicherung mit dem Ex-Profi Matthias Buxhofer konnte als einziges Team die Lücke zur Spitze noch einmal schliessen. Danach lieferten sich die 4 Spitzen-Mannschaften und das Verfolgerfeld einen spannenden Verfolgungskampf. Nach 8 Stunden wurde der Rundengewinn Tatsache und so war klar, dass die Siegermannschaft aus diesen 4 Teams kommen musste. In der letzten Rennstunde attackierte das Team VAV-Versicherung mit Matthias Buxhofer noch einmal und er konnte sich von den anderen 3 Teams lösen und den Sieg ins Trockene fahren. Mit 98 Runden absolvierte das Winnerteam 969 km. Die weiteren Plätze auf dem Podest wurden im Schluss-Sprint ausgetragen. Dabei setzte sich das Team des VC Sursee vor dem Team Fribat durch.

Kategorie Team Mixed Sieg durch das Team Blizzard-Ski / Kunz Sport Willisau
Bei der Kategorie Team Mixed waren natürlich die beiden Ex-Skirennfahrer Urs Kälin und Peter Müller mit ihrer Partnerin Nadine Notter die Hauptattraktion. Sie wurden Ihrer Favoritenrolle absolut gerecht und gewannen das Rennen mit 6 Runden Vorsprung und 929 km. Vor allem Urs Kälin zeigte seine Kämpfernatur auch auf dem Velo, absolvierte er mit 10 Stunden doch fast die Hälfte der Distanz alleine. Auf dem 2 Rang platzierte sich das Team MBR mit 870.1 km vor dem Team Studoma mit 860.26 km.


Team Radsport Gerber Bunnies zuoberst auf dem Podest
In der Kategorie Team Damen 3 Girls aus der Region das Mass der Dinge. Fabienne Müller, Irene Geiser und Patricia Winterberg absolvierten eine sehr regelmässiges Rennen, fuhren 889.9 km und distanzierten ihre Gegnerinnen um 5 Runden. Neben ihnen auf dem Podest standen das Team ZOORA mit 840.48 km und das Team Engelberger Skiladies mit 761.38 km.


Weltrekord bei den Damen durch Simone Grosswiler mit 867.156 km
Bereits im Vorfeld kündete Simone Grosswiler einen möglichen Weltrekord an. Der immer wieder wechselnde Wind und der einsetzende Regen in der ersten Rennhälfte stimmten die Verantwortlichen aber eher pessimistisch was einen neuen Rekord anging. Simone Grosswiler belehrte die Zuschauer aber eines besseren. Sie fuhr ein sehr regelmässiges Rennen und machte nur 1 Pause in der 13. Rennstunde. Die Pause dauerte gerade einmal 7 Minuten ! Mit eisernem Wille machte sie das unmögliche möglich und verbesserte den Weltrekord von 851 km auf die neue Bestmarke von 867.156 km, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36.1 km/h ergibt.  Der 2. Platz belegte Nicole Fehr aus Tann.  Die „eiserne Lady“ aus Zell, Verena Kälin (Jahrgang 1947!), stand als 3. ebenfalls auf dem Podest. Die 3-malige Siegerin zeigte auch dieses Jahr wieder eine super Leistung und fuhr 672 km.


Weltrekord mit dem Liegevelo durch Christian von Ascheberg mit 904.7 km
Die Kategorie Liegevelo sorgt alle Jahre wieder für aufsehen bei den Zuschauern. Die eigenwillig und windschlüpfrig gebauten Liegevelos zeugen von viel Heimarbeit im Vorfeld, und fast jeder Fahrer ist Konstrukteur seines eigenen Gefährtes. Der Deutsche Christian von Ascheberg war dafür verantwortlich, dass in Schötz ein weiterer Weltrekord gebrochen wurde. Er fuhr sehr regelmässig und legte nur 3 Rennpausen à 8 Minuten ein! Dies führte dazu, dass er nach 24 Stunden den Weltrekord von 898 km auf 904.7 km verbessern konnte. Er siegte mit 18 Runden Vorsprung vor Serguey Dashevskiy und Markus Aregger.

Rolf Angst, 24 Stunden auf dem Velo und Sieg bei den Herren mit 939.36 km
In der Kategorie Herren waren bereits nach 5 Stunden Rolf Angst aus Niederweningen und Florian Egger aus Baldegg mit 1 Runde Vorsprung an der Spitze des Klassements. Nachdem Florian Egger mehrere Rennpausen einlegte und im Klassement zurück viel stieg Rolf Angst 24 Stunden nie vom Rad! Wenn man bedenkt, dass die äusseren Bedingungen dieses Jahr nicht optimal waren, ist diese Leistung wirklich sehr hoch einzustufen. Er gewann das Rennen seiner Kategorie mit 939.36 km was einen Durchschnitt von 39.14 km/h ergibt. Den 2. Rang erkämpfte sich Markus Häfliger aus Zell. Er hatte in der ersten Phase des Rennens einen Sturz und musste danach sehr stark auf die Zähne beissen. Obwohl er nach dem Rennen kaum mehr laufen konnte erreichte er 889.92 km, Velofahrer sind halt schon hart im nehmen ! Mit 880 km belegte Jakob Martin aus Rothenburg den 3. Rang.

Kategorie Masters Sieg durch Markus Thaler aus Herisau
Markus Thaler fuhr ein sehr regelmässiges Rennen ohne viele Pausen. Er absolvierte 80 Runden was ein Totaldistanz von 791 km ergibt und ihm den Platz zuoberst auf dem Podest reservierte. Auf den 2. Platz fuhr Erwin Ulrich aus Cham und den 3. Platz belegte Ralf Engel aus Dietenbach.

Gratulation dem OK 24 Stundenrennen für die tadellose Organisation
Auch dieses Jahr hat das ehrenamtliche OK des 24 Stundenrennens um Franz Kunz ganze Arbeit geleistet. Sie wurden mit 2. Weltrekorden und mit einem sehr grossen Zuschauerbesuch belohnt. Aber auch den über 300 Helferinnen und Helfer gebührt ein ganz grosses Dankeschön. Ohne ihre Mithilfe wäre ein Anlass in dieser Grösse gar nicht durchzuführen. Das 13. 24 Stundenrennen gehört zur Vergangenheit, wir freuen uns aber jetzt schon auf die 14. Auflage vom 5./6. August 2006.

zu den Ranglisten und Rundenzeiten

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