Veloclub Schötz
15.08.2004

Rennbericht 12. Austragung 24 Stundenrennen 2004

Bei idealen äusseren Bedingungen konnte die 12. Austragung des 24 Stundenrennens in Schötz durchgeführt werden. 269 Rennfahrer/innen starteten in 8 verschiedenen Kategorien auf der Rundstrecke Schötz-Alberswil-Gettnau-Schötz. Was bei der Tour de France bereits normal ist war beim diesjährigen 24 Stundenrennen für die Veranstalter neu. Eine hektische Fahrweise zu Beginn des Rennens führte bereits in der ersten Runde zu einem Sturz bei dem 3 Fahrer das Rennen aufgeben mussten. Ein viertes Sturzopfer konnte nach zirka 4 Stunden das Rennen ebenfalls nicht mehr fortsetzen. Wir wünschen den Rennfahrern an dieser Stelle gute Genesung. Die Teilnehmer/innen sorgten mit ihrer engagierten Fahrweise aber auch für einen spannenden Rennverlauf. Bei der Kategorie Mannschaften Herren bildeten 10 Teams 16 Stunden lang die Spitzengruppe. Nach mehreren Attacken konnten sich die 5 Teams RMV Hochdorf, Saeco-Wheeler, VC Hünenberg 2, Schneckenpost und Team Fribat absetzen. Das horrende Tempo an der Spitze führte dazu, dass das Team Fribat die vier anderen Mannschaften ziehen lassen musste. Unter den nun 4 Spitzenteams war mit dem Team Saeco-Wheeler (Peter Meier, Beat Emmenegger, Willi Rölli) auch eine Equipe aus der Region vertreten. Die vier Spitzenmannschaften lösten sich in der Führungsarbeit regelmässig ab und so war schnell einmal klar, dass die Sieger-Mannschaft aus ihren Reihen kommen musste. Eine Runde vor Schluss attackierte das stark fahrende Team des VC Hochdorfs unwiderstehlich und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Bis ins Ziel bauten sie ihren Vorsprung auf über 4 Minuten aus und sie erreichten mit 98 gefahrenen Runden eine Distanz von 970.2 km. Die Plätze 2 bis 4 wurden im Endspurt ausgemacht. Der VC Hühnenberg 2 gewann diesen Sprint und belegte den 2. Rang vor dem Team Schneckenpost und dem Team Saeco-Wheeler, alle ebenfalls mit 970.2 km. In der Kategorie Mannschaften Mixed (mindestens eine Frau im Team) setzte sich das österreichische Team VAV Vers von Anfang weg an die Spitze. Sie hatten das Renngeschehen jederzeit unter Kontrolle und gewannen mit 96 Runden (950.4 km) vor dem Team Kirchhofer (92 Runden / 910.8 km) und dem Team Road Runners 3 (91 Runden / 900.9 km) Bei den Mannschaften Damen hatte das Team Näf mit Ruth Näf, Aline Steinbacher und Gabi Müller die Situation auch jederzeit im Griff. Schnell einmal konnten sie einen Rundengewinn verbuchen und das Rennen nachher kontrollieren. Mit 86 Runden (851.4 km) siegten sie vor dem Alsaba-Race Team und dem A-Team Beromünster beide mit 83 Runden (821.7 km). In der Kategorie Herren Einzelfahrer bildeten Rolf Angst aus Niederweningen, Venier Franz aus Innsbruck und der Lokalmatador Markus Häfliger aus Zell lange Zeit die Spitze. Erst nach knapp 14 Stunden setzten sich Angst und Venier ab. Sie blieben bis zum Schluss zusammen und so musste der Zielsprint über den Sieg entscheiden. Dabei siegte der Österreicher Franz Venier knapp vor Rolf Angst. Die beiden legten 96 Runden oder 950.4 km zurück. Dabei verloren sie auf die Spitzenteams nur gerade 2 Runden ! Den 3. Platz belegte Daniel Baumann mit 91 Runden (900.9 km) und den undankbaren 4. Rang belegte der Surseer Philipp Roos mit 89 Runden (881.1 km). Bei den Damen Einzelfahrer zeigte Sandra Sommer aus Oftringen mit einem schnellen Rundengewinn (nach 3 Stunden) dass der Sieg nur über sie führen kann. Simone Grossweiler aus Regensdorf konnte den Rückstand aber lange bei einer Runde halten und nach 18 Stunden konnte sie die Runde sogar wieder aufholen. Damit wurde es noch einmal sehr Spannend. Sandra Sommer hatte aber den längeren Atem und konnte bereits 2 Stunden später wieder eine Runde Vorsprung herausfahren. In der Folge baute sie ihre Führung sogar noch aus und nach 24 Stunden hatte sie als Siegerin 82 Runden (811.8 km) zurückgelegt. Den 2. Platz belegte Simone Grossweiler mit 80 Runden (792.0 km) vor der Österreicherin Gertraud Schatz mit 63 Runden (623.7 km) Bei den Masters war Bruno Furrer aus Mosen das Mass der Dinge. Er hatte bereits nach 8 Stunden einen Vorsprung von 3 Runden auf Sepp Huber vom veranstaltenden VC Schötz und er verwaltete diesen geschickt. Am Ziel gewann er mit 87 Runden (861.3 km) vor Sepp Huber mit 83 Runden (821.7) und Walter Blättler mit 82 Runden (811.8 km) Die Kategorie Liegevelos war auch dieses Jahr wieder eine Attraktion. Die sehr verschieden und aufwendig gebauten Liegeräder stossen bei den Zuschauern immer auf spezielles Interesse und dementsprechend werden sie jeweils vom zahlreichen Publikum auch angefeuert. Der vierfache Schötz-Sieger Serguey Dashevskiy war auch dieses Jahr wieder von Russland angereist und startete als Favorit. Markus Aregger aus Herlisberg machte Dashevskiy aber einen Strich durch die Rechnung. Nach einem von Serguey bekannt fulminanten Start, wobei er nach wenigen Stunden eine Runde Vorsprung aufweiste, holte Markus Aregger wie eine Schweizer Uhr Minute um Minute auf. Lange Zeit lieferten sich die beiden in der gleichen Runde liegend ein spannendes Duell. Erst nach 18 Stunden konnte Markus Aregger 2 Runden zwischen sich und Serguey Dashevskiy setzen. Von da an kontrollierte er das Rennen und gewann mit 80 Runden (792 km) zum ersten mal in Schötz. Der zweitplatzierte Serguey Dashevskiy legte 78 Runden (772.0 km) und der drittplatzierte Edgar von Ballmoos 74 Runden (732.6 km) zurück. Bei den Hochrädern, die seit dem letzten Jahr ebenfalls zur Attraktion in Schötz gehören, war man auf das Duell der beiden Österreicher Manfred Cizek und Christian Oberst gespannt. Leider konnte der Vorjahressieger Manfred Cizek aus gesundheitlichen Gründen nicht starten und so stand Christian Oberst aus Wien schon vor dem Start als Sieger fest. Er legte 25 Runden oder 247.5 km zurück. Das OK um Franz Kunz war wieder einmal Garant für ein Radsport-Spektakel in Schötz ! Die Zuschauer dankten es dem OK mit dem zahlreichen erscheinen und viele freuen sich bereits auf die 13. Auflage des 24 Stundenrennens vom 6./7. August 2005.

Diese Seite wurde mit contentXXL am 18.05.2012 05:13:23 in 0.333 sek. generiert.